Chronik

Oscar Wilde:  "Ernst sein ist wichtig"

Februar 2004
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12.-14. Februar 2004: Theateraufführungen (Theatersaal, Haus Teltow)
Regie: Eigenregie
Musik: Marco Consiglio
Bühnenbild: Christof Brumm
Beleuchtung: Christof Brumm
Organisation: Elke Brumm

  "www.steglitz.de" (16.01.2004):
"www.dasjahrbuch.de" (16.01.2004):
"Theatergruppe Schattenlichter spielt Oscar Wilde 'Ernst sein ist wichtig':
Die Theatergruppe Schattenlichter ist in knapp zwei Jahrzehnten in Zehlendorf eine Institution geworden: Man rechnet inzwischen damit, jedes Jahr im Winter eine Einladung zu den Aufführungen der engagierten Laiengruppe zu erhalten. — Bei der unkonventionellen Arbeitsweise der Schattenlichter verwundert es manchen, dass die Gruppe schon derartig lange besteht: Die Hobbyschauspieler arbeiten ohne Regisseur, finanzieren aus den niedrigen Eintrittspreisen von 5 Euro das Bühnenbild, die Kostüme und die Programmhefte; verfügen über einen professionellen Internetauftritt (www.theatergruppe-schattenlichter.de) und meist gibt es zu den Aufführungen sogar eigens hierfür komponierte Musik. — Diesmal steht Oscar Wildes zeitkritische Komödie 'Ernst sein ist wichtig' auf dem Programm. Schon der Titel spiegelt die Ironie dieser 'trivialen Komödie für ernsthafte Leute': im Wortspiel zwischen 'ernst' als Eigenschaft und 'Ernst' als Name. Wildes geschliffener Wortwitz zieht sich durch das gesamte Stück.
Das Stück basiert auf der oberflächlichen Freundschaft zwischen zwei Dandys*: Jack und Algernon. Die beiden gestehen sich an einem Nachmittag, dass sie beide ein Doppelleben führen. Jack reist zu seinem erfundenen Bruder Ernst nach London. Algernon dagegen reist zu einem erfundenen Invaliden namens Bunbury aufs Land. — Um Jacks hübsches junges Mündel Cecily kennen zu lernen, gibt sich Algernon als Jacks Bruder Ernst aus. Jack wiederum beabsichtigt, Algernons Cousine Gwendolen zu heiraten. Aus moralischen Gründen will er daher seinen Bruder Ernst für immer 'beseitigen'. Bald ist das Chaos perfekt...
'Ernst sein ist wichtig' wird am Donnerstag, Freitag und Samstag, den 12., 13. und 14. Februar 2004 jeweils um 20 Uhr im 'Haus Teltow/Floyd', Teltower Damm 228 in Zehlendorf-Süd, zu sehen sein. Karten gibt es ab 5. Januar in der Küsterei der Zehlendorfer Paulus-Gemeinde (Teltower Damm 4-8). Vorbestellungen sind schon ab sofort unter der Telefonnummer 8 111 333, per Fax unter 84 72 49 77 und per E-Mail unter schattenlichter@gmx.de möglich.
*: Mitte des 19. Jahrhunderts war unter den reichen jungen Leuten in England ein besonderer Lebensstil modern: der Dandyismus. Dandys versuchten möglichst exklusiv zu sein, um sich von der Masse abzugrenzen. Ihr Konversationston war geistreich und zynisch. Zudem gehörte zu einem echten Dandy eine gleichgültig-arrogante Haltung gegenüber der Umwelt.)"
(elk)

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  "Paulusblätter" (2/2004):
"Wie soll ein gemaltes Bühnenbild auf 22 Quadratmeter weißer Fläche entstehen? Etwas mulmig ist den Mitgliedern der Theatergruppe Schattenlichter schon: Niemand hat Erfahrung mit dem Bemalen so großer Flächen. Doch der Bühnenbau-Chef der Gruppe hat vorgesorgt und eine Handvoll Urlaubsdias zur schöpferischen Anregung mitgebracht. Die Mitglieder wählen die passendsten aus, projizieren sie auf die weiße Fläche und malen vorsichtig mit Bleistift erste Umrisse. Nach und nach wächst aus den Strichen eine gepflegte britische Gartenlandschaft. — Das Entstehen des diesjährigen Bühnenbildes ist für die Arbeit der Schattenlichter charakteristisch: Vermutlich die einzige Theatergruppe in Berlin, die auf einen Regisseur verzichtet, bestimmen die Schattenlichter alles in Eigenregie. Klar, diese Arbeitsweise ist manchmal zeitaufwändiger, als wenn Einer das Sagen hätte. Aber dann hätte die Truppe nicht dieses wunderbare Gefühl, gemeinsam etwas geschafft zu haben. — Das entstandene Bühnenbild dient als Kulisse für die diesjährige Aufführung der Komödie 'Ernst sein ist wichtig' von Oscar Wilde. Schon der Titel spiegelt die Ironie dieser 'trivialen Komödie für ernsthafte Leute': im Wortspiel zwischen 'ernst' als Eigenschaft und 'Ernst' als Name. Der geschliffene Wortwitz des Autors zieht sich durch das ganze Stück. — Die Handlung basiert auf der oberflächlichen Freundschaft zwischen zwei Dandys, Jack und Algernon. Die beiden gestehen sich an einem Nachmittag, dass sie ein Doppelleben führen: Jack reist zu seinem erfundenen Bruder Ernst nach London, Algernon dagegen zu einem erfundenen Invaliden namens Bunbury aufs Land. Um Jacks hübsches junges Mündel Cecily kennen zu lernen, gibt sich Algernon als Jacks Bruder Ernst aus. Jack wiederum beabsichtigt, Algernons Cousine Gwendolen zu heiraten. Aus moralischen Gründen will er daher seinen Bruder Ernst für immer 'beseitigen'. Bald ist das Chaos perfekt...
Die Schattenlichter wurden vor 19 Jahren als Konfirmandengruppe der Paulusgemeinde gegründet. In den ersten Jahren spielten die Jugendlichen Schattenspiele — deshalb der Name — und kleine Theaterstücke. Seit 1989 stehen abendfüllende zeitkritische Dramen auf dem Programm. Aufführungen finden nur einmal jährlich an drei Abenden statt. So wird das Hobby nicht zum Stress. — Oscar Wilde: 'Ernst sein ist wichtig': Donnerstag, 12. Februar, Freitag, 13. Februar, Samstag, 14. Februar, jeweils um 20 Uhr im 'Haus Teltow/Floyd', Teltower Damm 228, Bus X10 und 110, Haltestelle "Am Rehwinkel"). Der Eintritt kostet 5 Euro, für Schüler und Studenten 3 Euro. Karten gibt es in der Küsterei. Vorbestellungen sind über Telefon (8 111 333), Fax (84 72 49 77), E-Mail (schattenlichter@gmx.de) und Internet (www.theatergruppe-schattenlichter.de) möglich." (Elke Brumm)

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