Chronik

Max Frisch:  "Andorra"

September 1993
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23.–25. September 1993: Theateraufführungen (Großer Saal, Gemeindehaus)
Regie: Peter Enke
Musik: Marco Consiglio
Bühnenbild: Oliver Hofacker
Beleuchtung: Michael Heinrich, Kathrin Wever
Organisation: Elke Moews


Szenenbild

  "Paulusblätter" (9/1993):
"Während sich die Laienspieler früher nur unregelmäßig fachlich beraten ließen, hat Regisseur Peter Enke diesmal die künstlerische Leitung übernommen. Eine weitere Neuheit stellen musikalische Einlagen dar, die Gruppenmitglied und Musikstudent Marco Consiglio komponierte und mit jungen Musikern einstudierte." (Elke Moews)

"Der Tagesspiegel" (23.9.1993):
"Schattenspiele — kleine Theaterstücke, hinter einer rückwärtig beleuchteten weißen Leinwand gespielt — gaben einer Zehlendorfer Laienspielgruppe vor acht Jahren ihren Namen. Davon hat sich die Theatergruppe Schattenlichter inzwischen weit entfernt: Seit 1987 inszeniert das Dutzend Zehlendorfer Schüler und Studenten anspruchsvolle abendfüllende Dramen von Autoren des
20. Jahrhunderts. Am heutigen Donnerstag hat beispielsweise Max Frischs 'Andorra' in Zehlendorf-Mitte Premiere. (...) Auch sonst ist selbständiges Arbeiten gefragt: Gruppenmitglied Marco Consiglio, der an der Hochschule der Künste Musik studiert, komponierte die Musik zu Andorra und übte sein Werk mit Zehlendorfer Hobbymusikern ein. Und Maschinenbaustudent Oliver Hofacker entwirft seit fünf Jahren die sehr aufwendigen Bühnenbilder, die er zusammen mit der Gruppe in einer Intensiv-Bühnenbauwoche errichtet. Für professionelle Beleuchtung sorgt Michael Heinrich, der auch Großveranstaltungen wie Kirchentage technisch ausrichtet. (...)" (Elke Moews)

  "Lokal-Anzeiger für Zehlendorf" (16.9.1993):
"Laute Streitereien, Trommeln oder gar Schüsse — das hören Zehlendorfer, die Dienstagabend das Gemeindehaus der Paulus-Kirchengemeinde betreten. Doch kein Grund zur Aufregung: Dort wird Theater gespielt. (...)" (Andrea Anders)

"Berliner Morgenpost" (25.9.1993):
"(...) Die Theatergruppe Schattenlichter inszeniert jetzt das 1961 uraufgeführte Stück über die Macht von Vorurteilen wegen seiner zeitlosen Aktualität. (...)" (Katrin Wilcken)
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  "Paulusblätter" (11/1993):
"Wenn die Schattenlichter darüber nachgedacht haben, dass die Welt von 1960 nicht mehr die von 1990 ist, so haben sie dies erfreulicherweise nicht in ihre Inszenierung einfließen lassen: Sie haben den Text so, wie sie ihn vorgefunden haben, mit Leben zu erfüllen versucht, vor allem die Barblin bis zum Schluss mit bemerkenswert breiter, aber nie breitgetretener Gefühlsskala. (...) Eine besondere Feinheit bot die Inszenierung in den Doppelbesetzungen: der naiv-passiven, überforderten Mutter und dem blasiert schwadronierenden Jemand, der emotional wie intellektuell gleichermaßen begabten Senora und dem Machtwerkzeug Judenschauer, dem salbadernden Pater und dem stummen Idioten. (...) Stilsicher wurde die Musik von einem Mitglied der "Schattenlichter" komponiert und dirigiert. Sie gliederte sich ein, setzte mit Motiven und Instrumenten hilfreiche Akzente." (Inge Plümacher)

"Wichtig zu erwähnen ist, dass die Gruppe ein Stück wählte, das sie noch vor einigen Jahren in der Anfangsplanung hatte fallen lassen. Grund hierfür war damals die Sorge der Schauspieler um mangelnde Bestätigung durch das Publikum, da der Ernst der Handlung keinen ermunternden Zwischenapplaus zulässt." (Tina Heynemann)

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