Chronik

Friedrich Dürrenmatt:  "Der Besuch der alten Dame"

Januar 1989
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11.–13. Januar 1989: Theateraufführungen (Großer Saal, Gemeindehaus)
Regie: Eigenregie
Beratung: Dietrich Marks
Beleuchtung: "Gruppe Technik"
Organisation: Elke Moews


Szenenbild

  Den "Paulusblättern" (12/1988) zufolge besteht die Gruppe aus 22 Jugendlichen, die jeden Dienstag im Gemeindehaus zur Probe zusammenkommen.
"Reisenden, die ihren Weg über die Strecke Kalberstadt-Kaffingen nehmen, wird hiermit dringend empfohlen, in Güllen nicht auszusteigen. Das Güllener Wirtschaftswunder mit seinem kulturellen Aufschwung und seinem ganzen Wohlstand beruht lediglich auf dem Besuch einer alten Dame in ihrer Heimatstadt (...)" (Elke Moews)

Dazu berichtet die "Berliner Morgenpost":
"(...) Die Rollen der alten Dame Claire Zachanassian und ihres Jugendfreundes Alfred Ill werden von zwei 17-Jährigen übernommen. Die Truppe schart sich um die ebenfalls 17-jährige Regisseurin Elke Moews." (Christiane Freiwald)

  In den "Paulusblättern" (2/1989) berichtet Sandra Visscher:
"(Die Gruppe ist) different im Alter, die Mitglieder sind zwischen 15 und 28 Jahren alt, different auch im Können, viel Talent zeigten Pepe Trillmich als Bürgermeister und Xenia Gimpel als Claire, den Spaß am Spiel merkte man allen an. (...) Elke Moews' Inszenierung betonte die Moral des Stücks, ohne dabei das Komische der "tragischen Komödie" zu vernachlässigen. Mit vielen guten Einfällen fand sie den Mittelweg zwischen unterhaltsamer Komödie und moralischem Lehrstück. Humorvoll waren die vielen kleinen Details (...). Zwischen den komischen Szenen immer wieder dunkle Momente, die das Grausame betonten, meist durch eindrucksvolle Choreographie: Als die Bürger Güllens den verängstigten Ill auf dem Bahnhof einkreisten, um seine Flucht zu verhindern, und das Dröhnen des abfahrenden Zuges die letzte Hoffnung auf Ills Davonkommen nahm, vergaß man fast, dass hier Jugendliche und Laien auf einer Bühne standen. (...)"

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